ᐅᐅ [5-Sterne Ratgeber] + [Tipps] + [Tricks] zum Pilze züchten ᐊᐊ

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Pilze züchten – aber richtig!

Pilze züchten

© Twi­light­Art­Pic­tures / Foto­lia

Im Herbst eines jeden Jah­res, zieht es zahl­lo­se Pilz­fans und Gour­mets in die hei­mi­schen Wäl­der – Die Pilz­sai­son ruft!

Dort ange­kom­men, war­tet eine Viel­zahl an Spei­se­pil­zen auf sie. Aus allen Rich­tun­gen win­ken Ihnen die klei­nen und auch gro­ßen Hüte zu. Kon­ser­vie­ren ist natür­lich eine Mög­lich­keit, doch irgend­wann geht auch die­ser Vor­rat mal zu nei­ge. Auch im Super­markt ist das Ange­bot – zumin­dest das der exklu­si­ve­ren Pilz­ar­ten – meist sai­so­nal begrenzt. Was also tun?

Wir haben eine pas­sen­de Idee für Sie – Züch­ten Sie ein­fach eige­nen Pil­ze!

Klingt mühe­voll? Ist es aber nicht, las­sen Sie sich von uns über­zeu­gen!

Im Gar­ten, auf dem Bal­kon und sogar im Kel­ler kann man lecke­re Pil­ze züch­ten. Wer bei der Pilz­zucht ein paar Regeln beach­tet, kann sich das gan­ze Jahr über frisch geern­te­te Pil­ze freu­en. Vie­le belieb­te Spei­se­pilz­ar­ten las­sen sich zu Hau­se kul­ti­vie­ren. Jedoch haupt­säch­lich Arten, wel­che sich sapro­bion­tisch, also von totem orga­ni­schen Mate­ri­al, ernäh­ren.

Dank der exzel­len­ten Nähr­wer­te von Shii­ta­ke, Rei­shi und Co. durf­te die Pilz­zucht in den ver­gan­ge­nen Jah­ren einen regel­rech­ten Boom erle­ben. Die­se Super­foods haben bereits zahl­lo­se Hob­by­züch­ter in ihren Bann gezo­gen. Pil­ze züch­ten ist kin­der­leicht, ange­sagt und macht zudem noch jede Men­ge Spaß.

 

 

Drei gute Gründe für die eigene Pilzzucht

 

  • Ers­tens macht das Kul­ti­vie­ren einer Pilz­zucht wirk­lich Spaß. Es ist ein Hob­by, wel­ches wohl ähn­lich extra­va­gant anzu­se­hen ist wie das eines Bana­nen­pflan­zen-For­schers oder eines Stirn­lap­pen­ba­si­lisken-Fans. Alles kann zum Hob­by wer­den und Inter­es­se erwe­cken, sei es auch noch so absurd – auch Pil­ze züch­ten!
  • Zwei­tens ist es eine Fra­ge der bio­lo­gi­schen Wer­tig­keit. Auf die­sem Wege kön­nen Sie sicher sein, dass die Pil­ze aus bio­lo­gisch ein­wand­frei­em Anbau stam­men und eine lie­be­vol­le Auf­zucht genos­sen haben.
  • Drit­tens sind Pil­ze in frei­er Natur, gra­vie­ren­den Umwelt­ein­flüs­sen aus­ge­setzt. Tscher­no­byl, Fein­staub, Umwelt­ver­schmut­zung, etc. – um nur mal ein paar Kan­di­da­ten zu nen­nen. Bezüg­lich Tscher­no­byl – lesen Sie selbst!

Wenn Sie die­ser Absatz schon über­zeugt hat und Sie nun mit der Über­le­gung spie­len, Pil­ze züch­ten zu wol­len, dann möch­ten wir Ihnen an die­ser Stel­le ger­ne gra­tu­lie­ren – Eine gute Ent­schei­dung. Soll­ten Sie noch zögern, wer­den Sie im Ver­lauf die­ser Sei­te, noch vie­le wei­te­re Vor­tei­le einer eige­nen Pilz­zucht ken­nen ler­nen.

 

Welche Pilzarten kann man selbst züchten?

 

  • Aus­tern­seit­ling
  • Stein­pilz
  • Cham­pi­gnon
  • Shii­ta­ke
  • Judasohr
  • Schopf­tint­ling
  • Braunk­ap­pe
  • Kräu­ter­seit­ling
  • Stock­schwämm­chen
  • Para­sol­pilz
  • Rosen­seit­ling
  • Eno­ki

um nur mal eini­ge Bei­spie­le zu nen­nen.

Sie sehen, zum einen eig­nen sich vie­le der belieb­ten Spei­se­pilz­ar­ten für die eige­ne Pilz­zucht, aber auch zahl­lo­se Heil- und Vital­pil­ze, die oft­mals unter die Kate­go­rie der soge­nann­ten Super­foods fal­len.

Ver­schaf­fen Sie sich zu aller erst einen Über­blick, ob auch Ihr Lieb­lings­pilz zur Zucht geeig­net ist.

 

Pilzzuchtsets

 

Sie haben noch kei­ne Erfah­rung mit dem Pil­ze züch­ten, möch­ten aber sofort los­le­gen? Kein Pro­blem!

Ein­fach mal aus­pro­bie­ren, schwer ist eine Pilz­zucht wirk­lich nicht. Die leben­den Kul­tu­ren beim Gedei­hen zu beob­ach­ten ist eben­so span­nend wie auch fas­zi­nie­rend. Pil­ze züch­ten ver­langt wenig Zeit und auch der finan­zi­el­le Auf­wand hält sich abso­lut in Gren­zen.

Von Stein­cham­pi­gnons über Braunk­ap­pen, Kräu­ter­seit­ling, Aus­tern­seit­ling, Stock­schwämm­chen und Shii­ta­ke. Alles was Sie benö­ti­gen um Ihre eige­ne klei­ne Pilz­zucht zu kul­ti­vie­ren, fin­den Sie hier:

Wäh­len Sie Ihren Favo­ri­ten aus und wer­den Sie stol­zer Besit­zer eines Pilz­zucht Sets, dass sich mit weni­gen Hand­grif­fen in ein Mini­ge­wächs­haus ver­wan­deln lässt. Die Pilz­zucht Sets beinhal­ten meist alles, was Sie zur Auf­zucht benö­ti­gen. Eine aus­führ­li­che Zucht­an­lei­tung selbst­ver­ständ­lich inbe­grif­fen.

Das Gute hier­bei: Sie benö­ti­gen kei­nen eige­nen Gar­ten.

Ein Bal­kon, die Fens­ter­bank oder ein schat­ti­ger Platz im Zim­mer rei­chen voll­kom­men aus. Bei Frost ist bes­ser ein Plätz­chen im Kel­ler ange­sagt.  Je nach Pilz­art kön­nen Sie bereits nach 7 Tagen ern­ten. Doch wer glaubt, dass war es schon, der irrt. In meh­re­ren Ern­te­wel­len wird das Mes­ser gezückt.

Wenn Sie Ihre eige­nen Pil­ze züch­ten, kön­nen Sie sich sicher sein, dass es sich um eine bio­lo­gisch hoch­wer­ti­ge Spei­se han­delt. Die Zei­ten, in denen Sie auf dem Wochen­markt auf ange­schim­mel­te, halb­ver­dor­be­ne Ware zurück grei­fen muss­ten, sind mit einer eige­nen Pilz­zucht end­gül­tig vor­bei.

Hat sich Ihre Pilz­zucht dann nach eini­gen Ern­te­wel­len und etli­chen Kilos fri­scher Pil­ze erschöpft, kön­nen Sie es pro­blem­los kom­pos­tie­ren – natür­lich ohne die Umver­pa­ckung!

Doch Vor­sicht, dass Myzel könn­te sich re-vita­li­sie­ren und auf dem Kom­post­hau­fen erneut sei­ne Frucht­kör­per aus­bil­den 😉

 

Waldgartenpilze züchten

 

Sie besit­zen einen Gar­ten und haben mehr Platz? Toll!

Pro­bie­ren Sie es ein­mal mit den soge­nann­ten Zucht­sets für die Frei­land­pflan­zung. Auch hier ist das Ange­bot groß.

Heben Sie an einem schat­ti­gen Plätz­chen Ihres Gar­tens eine fla­che Gru­be aus und fül­len Sie die­se mit dem Sub­strat auf. Abschlie­ßend schich­ten Sie wie­der Mut­ter­bo­den dar­über. Ein klei­ner Hügel zusätz­lich ist hier­bei emp­feh­lens­wert, da die Erde im Lau­fe der Zeit zusam­men sacken wird.

Im Gegen­satz zu den Pilz­zucht­sets für die Woh­nung, kön­nen Sie jetzt jah­re­lang eige­ne Pil­ze ern­ten … und natür­lich mit Genuss ver­spei­sen.

Alle 3 Mona­te soll­ten Sie ein klein wenig fri­schen Kom­post über der Gru­be ver­tei­len, mehr braucht es nicht um das Myzel mit neu­en Nähr­stof­fen zu ver­sor­gen.

 

Pilzzuchtbeet anlegen

 

Möch­ten Sie in Ihrem Gar­ten grö­ße­re Men­gen Pil­ze ern­ten, emp­fiehlt sich das Anle­gen eines soge­nann­ten Pilz­zucht­bee­tes.

Im Früh­jahr nach dem letz­ten Nacht­frost ange­legt, kön­nen Sie im Som­mer und Herbst die Spei­se­pil­ze Ihrer Wahl ern­ten. Anbau und Auf­zucht ist auch für Anfän­ger geeig­net.

In abseh­ba­rer, aber unbe­stim­mer Zeit, erwar­tet Sie hier eine Anlei­tung wel­che Ihnen zeigt, was Sie hier­für benö­ti­gen und wie Sie Ihr eige­nes Pilz­zucht­beet bau­en.

 

Zuchtsets für Holzstämme

 

Mit soge­nann­ten Impf­dü­beln haben Sie Mög­lich­keit, Ihre Pilz­zucht in Baum­stäm­men zu kul­ti­vie­ren.

Wie bei den Wald­gar­ten­pil­zen ist auch hier eine jah­re­lan­ge Ern­te mög­lich. Im Ange­bot sind Aus­tern­pilz, Shit­take, Kräu­ter­seit­ling, Limo­nen­pilz und mehr.

Für die­se Art der Pilz­zucht eig­nen sich beson­ders Laub­bäu­me gut, bei­spiels­wei­se Buchen, Bir­ken oder auch Eschen. Neh­men Sie ein­fach einen Bohr­ma­schi­ne zur Hand und boh­ren ein Loch mit ent­spre­chen­den Durch­mes­ser in den gefäll­ten Baum­stamm. Abschlie­ßend ein­fach die fer­tig gekauf­ten Impf­dü­bel ein­schla­gen und auf die Ern­te war­ten.

Ein Erfolg setzt aber noch vor­aus, dass die Stäm­me etwas in die Erde ver­senkt, immer schat­tig, wind­still und gut feucht gehal­ten wer­den. Das was es auch schon.

 

Welche Art von Pilzbrut ist die richtige?

 

Den Anfang stellt die Pilz­brut dar. Dabei han­delt es sich um Pilz­my­ze­li­en, wel­che sich auf einem Trä­ger­ma­te­ri­al befin­den. Das Trä­ger­ma­te­ri­al besteht aus totem orga­ni­schem Mate­ri­al und sorgt dafür, dass die Pilz­my­ze­li­en mit den not­wen­di­gen Nähr­stof­fen ver­sorgt wer­den. Pilz­my­ze­len sind der Fach­be­griff für Pilz­spo­ren.

Für die Pilz­brut wer­den Getrei­de­kör­ner, Säge­mehl, Säge­spä­ne oder Kaf­fee­satz als Nähr­bo­den ver­wen­det. Auch ande­re Mate­ria­len wie Stroh, Holz, Pfer­de­mist oder Heu sind geeig­net, vor­aus­ge­setzt sie ent­hal­ten das vom Myzel benö­tig­te sapro­bion­ti­sche Mate­ri­al. Die Kon­sis­tenz und der Nähr­stoff­ge­halt des sapro­bion­ti­schen Trä­ger­ma­te­ri­als ist für ein rasches und gesun­des Ein­wach­sen des Pilz­my­zels wich­tig.

Wenn Sie Ihr Myzel im wei­te­ren Ablauf der Pilz­zucht also in Erde kul­ti­vie­ren möch­ten, soll­ten Sie das Myzel auf Sub­strat­brut her­an­wach­sen las­sen. Ein wei­te­res Trä­ger­ma­te­ri­al stellt die Kör­ner­brut dar, wel­che für Ein­stei­ger bes­ser geeig­net ist. Nähe­re Infor­ma­tio­nen fol­gen im nächs­ten Absatz.

Sub­strat­brut anse­hen (*)

 

Informationen zur Körnerbrut

 

Bei Kör­ner­brut hat das Myzel sei­ne Fäden an ste­ri­li­sier­te Getrei­de­kör­ner ver­spon­nen. Die orga­ni­schen Nähr­stof­fe der Kör­ner die­nen dem Pilz­ge­flecht als opti­ma­le Ernäh­rungs­grund­la­ge. Kör­ner­brut bie­tet dem Myzel wich­ti­ge Nähr­stof­fe für das Wachs­tum. Gera­de als Neu­ling soll­ten Sie auf die­se Vari­an­te der Pilz­brut zurück­grei­fen.

 

Das Trägermaterial impfen

 

Vor dem Kon­takt mit der emp­find­li­chen Pilz­brut soll­ten Sie Ihre Hän­de des­in­fi­zie­ren oder Ein­mal-Hand­schu­he tra­gen. Hier­durch wird sicher­ge­stellt, dass kei­ne Bak­te­ri­en oder frem­de Pilz­spo­ren an die Pilz­brut gelan­gen. Ein­mal infi­ziert, kann unter Umstän­den die kom­plet­te Kul­tur abster­ben. Nach der Imp­fung des vor­ge­se­he­nen Trä­ger­ma­te­ri­als erscheint nach eini­ger Zeit eine Art Schim­mel an der Ober­flä­che – das Myzel. Ein guter Hin­weis, dass das Myzel das Trä­ger­ma­te­ri­al voll­stän­dig durch­wach­sen hat.

Nun regt man die Kul­tur zur Pri­mor­di­en­bil­dung an. Bota­nisch wird hier von der Fruk­ti­fi­ka­ti­on gespro­chen. Dies geschieht in der Regel durch:

  • Absen­kung der Tem­pe­ra­tur um weni­ge Grad
  • Erhö­hung der rela­ti­ven Luft­feuch­tig­keit
  • Belich­tung der Kul­tur
  • Frisch­luft­zu­fuhr

 

 

Stichwort Cloud

 

  • Pil­ze züch­ten
  • Cham­pi­gnons züch­ten
  • Aus­tern­pilz züch­ten
  • Pilz­zucht
  • Spei­se­pil­ze züch­ten

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